Fanclubleitung: Sebastian Hiedels im Interview

Seit 15 Jahren ist Sebastian Hiedels Fanclubleiter des offiziellen „Unter uns“-Fanclubs. Im Interview zum Jubiläum spricht er über die vergangenen Jahre und erinnert sich an die schönsten Erlebnisse.

Wie hat vor 15 Jahren alles angefangen bzw. wie entstand die Idee einen Fanclub zu gründen?
Sebastian Hiedels: Ich muss zugeben, dass ich zu Schulzeiten ein wahrer Serien-Junkie war. „Unter uns“ zählte damals mit den Geschichten von Jan Gräser, Romy Sturm, Björn Winter oder auch Rolf Jäger zu meinen Favoriten und so landete ich nach einer E-Mail an die RTL-Pressestelle für Interviews am Set in Köln-Ossendorf. Ich war damals 12 oder 13 Jahre alt, so ganz genau weiß ich das nicht mehr. Die Interviews wurden im Fanmagazin des damaligen Schweizer Fanclubs veröffentlicht. Ich glaube zu dieser Zeit war ich der jüngste am Set, nur Sarah Bogen, sie spielte Lili, war jünger (lacht). Dann ging irgendwie alles ganz schnell, nach einem Jahr wurde der Schweizer Fanclub von jetzt auf gleich „eingestampft“ und ich legte RTL und der Produktion ein neues Konzept vor und durfte von nun an, als offizieller Fanclub ehrenamtlich für die Fans arbeiten. Als Teenager war das alles komplettes Neuland für mich, mittlerweile ist die Fanarbeit Routine und gehört einfach dazu und welche Serie in Deutschland kann schon behaupten, dass sie einen solch aktiven Fanclub hat…

Welche Aufgaben übernehmen Sie als Fanclubleiter?
Sebastian Hiedels: Ich bin der Kontakt zwischen Fans und Schauspielern. Die Anlaufstelle, wenn manche Geschichten mal nicht so toll bei den Zuschauern ankommen. Aber vor allem beantworte ich Fanzuschriften per Post und E-Mail, veranstalte die jährliche „Unter uns“-Starwahl und das Fantreffen in Köln. Die Nachfrage ist jedes Jahr riesig und die Veranstaltung meistens innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Eine tolle Bestätigung für mein gesamtes Team und mich, dass wir etwas richtig machen. Ab sofort gehört jetzt auch wieder das Fanmagazin dazu und da ich auch beruflich etwas mit Pressearbeit zu tun habe, passt das ganz gut.

Als Fanclubleiter muss man ja ziemlich viel über „Unter uns“ wissen. Schauen Sie jede Folge, um auf dem Laufenden zu bleiben?
Sebastian Hiedels: Nein! Wer beruflich eingespannt ist und viel unterwegs, der weiß es ist nicht machbar jeden Tag um 17.30 Uhr vor dem TV abzuhängen und zu schauen, was gerade in der Schillerallee passiert. Ich lese vor allem viel Vor- und Nachschau und gucke mir die Social-Media-Diskussionen an. Bei manchen Geschichten bekomme ich ab und zu auch ganze Folgen-Blöcke vorab oder im Nachgang und schaue auf DVD, aber sicher nicht mehr so regelmäßig wie früher. Trotzdem möchte ich behaupten, ich bin immer up to date, nur kenne ich vielleicht nicht mehr jedes kleinstes Detail – da wird dann auch schon mal Google befragt…

Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis in 15 Jahren Fanarbeit?
Sebastian Hiedels: Es gab viele schöne Erlebnisse. Ich denke gerne an die Zeit zurück, als an der Strandbar „Übersee“ gedreht wurde, es war an manchen Tagen so heiß an dem See in Dormagen, dass man förmlich zerschmolzen ist. Es ist aber auch immer wieder jedes Jahr schön zu erfahren, wie dankbar viele Fans jedes Jahr sind, das wir die Fantreffen auf die Beine stellen. Das ist wirklich unbezahlbar, wenn dir auf einmal eine große Karte und eine Spardose überreicht wird und dir für unsere Arbeit gedankt wird. Außerdem habe ich über die vielen Jahre viele nette Menschen kennen gelernt, die zu Freunden geworden sind.

Fotocredit: Zoltan Leskovar (Sebastian Hiedels), Carlotta Erler (Fantreffen)